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Zinskommentar KW 43 - 2020

Crestfinanz 21.10.2020 -

In einem Interview hat sich der Chef der österreichischen Nationalbank, Robert Holzmann, zu den aktuellen geldpolitischen Maßnahmen der EZB geäußert. Hier sieht er einen direkten Einfluss des politischen Umgangs mit der Corona - Krise auf die geldpolitischen Aktionen der EZB. Sobald die verschärften Eindämmungsmaßnahmen "dauerhafter, breiter oder strickter" umgesetzt werden, ist zwingend eine Unterstützung durch die EZB notwendig. 
Die Wirksamkeit eines Hilfspakets für die europaische Gemeinschaft ist aber zwingend an eine entsprechende Haushaltspolitik gebunden. Nur so könne ein Vorgehen kurzfristige Effekte in Sachen Preis- und Finanzmarktstabilität bringen. Es gilt jedoch auch hier zu berücksichten, dass dies Maßnahmen nur fruchten, wenn ein Ausblick auf ein Ende dieser Pandemie in Form eines Impfstoffs in Aussicht ist.Während schon wilde Spekulationen über eine Aufstockung des Krisen - Anleihenkaufprogramms den Anleihenmarkt aufwühlen, gibt es bereits erste Kritiker aus Reihen des EZB Rates. Die Vorreiterrolle hat mal wieder Robert Weidmann eingenommen. So sieht er mit der großangelegten Schuldenaufnahme auf EU Ebene zwar eine akkute Maßnahme, warnt jedoch auch davor diese als Dauerlösung zu etablieren. Seiner Meinung nach ist es unverzichtbar, dass die aus der Krise resultierenden Defizite nach deren Ende unverzüglich reduziert werden müssen. "Dies wird umso wichtiger angesichts drei fundamentaler Notwendigkeiten für die Zukunft: Erstens, die Notwendigkeit, nachhaltiges Wachstum voranzutreiben durch Förderung der Bildung, der digitalen Transformation und des Übergangs zu einer klimafreundlichen Wirtschaft“ sowie zweitens, die Berücksichtigung der finanziellen Lasten bei einer Alterung der Gesellschaft. „Und drittens, die Notwendigkeit für Regierungen, ihre fiskalischen Kapazitäten wiederherzustellen, so dass sie auch die nächste Krise überstehen können!“ Gerade im Hinblick auf die letzte Forderung gilt es jetzt schon die aktuellen geldpolitischen Maßnahmen der EZB wieder auf einen soliden Wachstumskurs vorzubereiten. Die aktuellen Herausforderungen sind noch bei weitem nicht geschafft, jedoch gilt es auch heute schon an morgen zu denken. Die einzige unbekannte Größe in dieser aktuellen Situation ist ein noch im Raum stehender eventueller zweiter Lockdown.Aus unserer Sicht gibt es in den nächten Wochen, wenn nicht gar Monaten keine Anzeichen einer signifikaten Zinsänderung. Die meisten Banken haben auch in den letzten Wochen schon eine sehr defensive Zinspolitik gefolgt, die sicher auch noch die nächsten Wochen anhalten wird. 



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